patsch Moderator


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Verfasst am: 08 Mai 2008 13:42 Titel: BIOS-Update ... eine unendliche Geschichte |
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An dieser Stelle entsteht ein kleines HowTo zum Thema: wie führe ich ein Bios-Update richtig durch.
Dieses HowTo wird ständig erweitert und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.
Zuerst sei angemerkt: ein Bios-Update wird auf eigene Gefahr durchgeführt. Never change a running system! Während eines Update-Vorgangs nie das System vorzeitig neu starten, den Strom entfernen oder das System ausschalten!
- Warum ein Bios-Update?
Viele Hersteller optimieren per Bios-Update ihre Mainboards (Speicherkompatibilität, Prozessorkompatibilität, Lüftersteuerung und anderes). Solche Updates sind in vielen Fällen sehr nützlich. Bios-Updates, die nur neue Prozessoren erkennen lassen, ein solcher Prozessor aber nicht eingebaut ist, sind eher sinnfrei
Ein Bios-Update bei einem OC-PC sollte nicht durchgeführt werden, da mit den neuen Einstellungen ein ordnungsgemäßer Betreib nicht gewährleistet werden kann!
- Wie kann ich ein Bios-Update durchführen?
es gibt verschiedene Wege, das Bios zu updaten/flashen:
-per Diskette
-per CD
-per USB-Stick
-per Software für ein Windows-Betriebssystem
-per Bios selber
- Bios-Update mittels einer Diskette
Dies ist die wohl bekannteste Art, ein Bios zu flashen. Benötigt wird hierfür eine leere Diskette und ein Diskettenlaufwerk.
a) es wird eine Dos-Diskette erstellt. Unter WinXP rechte Maustaste auf das Diskettenlaufwerk->Formatieren->Dos-Startdiskette erstellen
Man kann sich auch ein Dos-Image laden und dieses dann per Rawrite auf die Diskette überspielen. Hier ein Image, das man nehmen kann:
http://biosflash.com/zips/drdos.zip
Das Archiv enthält ein Diskettenimage *.img, dass mit dem Programm Rawrite auf Diskette gespielt werden kann.
Als nächstes zieht man sich das benötigte Bios-Update und das zugehörige Flash-Programm von der Herstellerseite des Mainboards. Beide Programme (also das Bios-Update-File und das Flash-Tool) werden auf Diskette gespeichert. Fertig ist die Bios-Update-Diskette, von der man nun booten kann.
Mit drdflash.exe kann man direkt eine Boot-Diskette erstellen
Mit boot622.exe kann man direkt eine Boot-Diskette erstellen
b) besitzt man ein ASUS-Mainboard, dass zudem über die EZ-Flash-Technologie verügt (siehe Mainboardhandbuch), geht es noch einfacher. Einfach das Bios-Update-File auf die leere und formatierte Diskette speichern. Danach das System neu starten und in das Bios gehen (Taste "Entf"). Dort wechselt man in den Ordner Tools und hier in das Untermenü EZ-Flash. Jetzt muss nur noch das Bios-File ausgewählt werden, den Rest erledigt EZ-Flash
- Bios-Update mittels einer CD
a) was man mit einer Diskette machen kann, geht natürlich auch mit einer CD
Man benötigt hierzu eine DOS-Startdiskette oder ein Diskettenimage, weiter ein Brennprogramm, dass Boot-CDs erstellen kann (wie NERO).
Die Anleitung wird hier noch erweitert, vorerst verlinke ich eine Anleitung:
http://forum.biosflash.com/ftopic582.html
b) viele Hersteller (wie XFX und EVGA) bieten schon fertige ISO-Images zum Download an. Diese Images muss man nur noch auf CD Brennen (z.B. mit Nero) und man hat danach die bootfähige CD mit dem entsprechenden Bios-Update
- Bios-Update mittels USB-Stick
a) natürlich kann man auch von einem USB-Stick booten. Ein sehr nützliches Tool hierfür ist das Formatierungsprogramm von Hewlett-Packard: HP USB Disk Storage Format Tool - v2.1.8. Man benötigt lediglich entweder eine Dos-Diskette oder das entpackte Diskettenimage, damit die Bootsektoren auf den USB-Stick kopiert werden können. Zum Schluss nur noch das Bios-Update-File und das Flash-Programm auf den Stick kopieren und fertig ist der Stick.
Für die Dos-Boot-Diskette:
Mit boot622.exe kann man direkt eine Boot-Diskette erstellen
Bitte beachten: aktuelle Mainboards erkennen den Stick als Festplatte. Bitte bei eingestecktem Stick ins Bios gehen und hier in der Bootreihenfolge der Festplatte den Stick als erstes auswählen (oder per F8-Bootmenü (ASUS) oder F12 (Gigabyte) den Stick beim Start direkt auswählen).
b) besitzt man ein ASUS-Board, dann reicht es, den Stick zu formatieren und das Bios-Update-File auf den Stick zu kopieren. Alles weitere siehe 3b)
c) bei Gigabyte-Boards auch einfach das Bios-File auf einen formatierten USB-Stick kopieren. Beim Start des Systems (Bios-Prompt) die Taste "Ende" drücken, man gelangt in das Q-Flash-Menü. Dort wählt man nur noch den USB-Stick mit dem passenden Bios-File aus und startet den Update-Vorgang.
- Die Flash-Tools und deren Benutzung
Es gibt mehrere Flash-Tools, die unterschiedlich benutzt werden. Wurde von Diskette/CD/USB-Stick gebootet und ist man nun im DOS-Prompt, werden die Tools wie folgt genutzt:
a) awdflash
Syntax für awdflash: awdflash.exe biosfile.bin /cc /cd /cp /py /sn /cks /R
Bedeutung:
-biosfile.bin : Name des Bios-File. Der Name sollte die Länge von 7 Zeichen nicht überschreiten
-cd: Clear DMI Data After Programming
-cc: Clear CMOS Data After Programming
-cp: Clear PnP(ESCD) Data After Programming
-py: Program Flash Memory
-sn: No Original BIOS Backup
-R: RESET System After Programming
-cks: showing the checksum
b) afudos
Syntax für afudos: afudos /ibios.rom
Bedeutung:
- /i : für Installation
- bios.rom : Name des Bios-Files. Achtung: kein Leerzeichen zwischen dem Namen und dem Parameter /i !
- Bios-Update unter Windows
etliche Mainboardhersteller bieten auch Tools an, um das Bios unter Windows zu flashen. Wenn es irgend geht, sollte man auf dieses Verfahren verzichten, weil auch ein Betriebssystem wie Windows fehlerhaft sein kann und es dadurch zu einem falschen Flashen kommen kann. Bei einigen Herstellern lässt es sich nicht ändern (wie z.B. MSI), hier sollten dann alle Hintergrundprogramme (wie Firewall, Antivirus etc.) geschlossen werden, kein anderes Fenster sollte auf sein, kein anderes Programm laufen.
- Bios-Update erfolgreich - was nun?
Wurde das Bios erfolgreich geflasht, bleibt nur noch eins zu tun: ins Bios gehen und die Setup-Defaults laden. Danach vielleicht noch die Bootreihenfolge einstellen, bei Nichtvorhandensein eines Diskettenlaufwerks noch den Floppy-Kontroller ausstellen und gut is.
Sollte wider Erwarten das CMOS nicht gelöscht worden sein, sollte man noch per Jumper auf dem Mainboard das CMOS resetten/löschen.
- Ich habe einen OC-PC, möchte aber trotzdem ein Bios-Update durchführen
In diesem Fall bitte unbedingt das Bios vor dem Flashen resetten (Setup-Defaults laden) und erst dann flashen, sonst kann es zu Fehlern kommen.
Nach dem Flashen können die OC-Einstellungen wieder gesetzt werden. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass das System mit dem neuen Bios nicht stabil läuft. Hier sollte dann das ursprüngliche Bios zurückgespielt werden.
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